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Sissi-Ausstellung

Sissi, Kaiserin von Österreich

Sissi 01
Elisabeth, Kaiserin von Österreich
Kaiser Franz Joseph
Kaiser Franz Joseph I.
Sissi 02
Krönungsbild zur Königin von Ungarn, 1867
Sissi 03
Elisabeth als Königin von Ungarn, 1867
Sissi 04
Die Kaiserin mit ihren Kindern 1858
Sissi 05
Elisabeth mit ihrem Hund “Horseguard” in Schönbrunn

Elisabeth Amalie Eugenie, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, älteste Tochter des Herzogs Maximilian Joseph in Bayern, geboren am 24.12.1837 in München, gestorben am 10.09.1898 am Genfer See, wurde 1854 mit dem Kaiser Franz Joseph von Österreich vermählt, dem sie vier Kinder gebar. Das erste Kind war eine Tochter mit Namen Sophie, die sie mit siebzehn Jahren zur Welt brachte. Im folgenden Jahr schenkte sie ihrem Gatten die Tochter Giesela und 1858 den Kronprinzen Rudolf. Alle drei Kinder wurden ihr entzogen und wuchsen unter der Obhut ihrer Schwiegermutter auf. 1868 gebar sie das letzte Kind, eine Tochter, die auf den Namen Valerie getauft wurde. Sie begleitete die Kaiserin von Österreich häufig auf ihren ausgedehnten Reisen. Sophie verstarb 1857 an Typhus und Kronprinz Rudolf erschoss sich 1889 mit seiner Geliebten im Schloss Mayerling.

Elisabeth, die als eine der schönsten Frauen ihrer Zeit galt, war eine hervorragende Reiterin, Fechterin und große Naturfreundin, die ausgedehnte Spaziergänge liebte.

Wegen ihrer Abneigung gegen höfische Gebundenheit war sie eine Außenseiterin am kaiserlichen Hof und verbrachte viele Monate auf Reisen. Diese führten sie unter anderem nach Kleinasien, Nordafrika, Großbritannien, Ungarn, Madeira, Mallorca und Korfu, wo sie sich eine fürstliche Residenz, die Villa Archilleion, errichten ließ.

Sie war eine literarisch gebildete Frau, eine Verehrerin Heinrich Heines und verfasste auch eigene Gedichte. Elisabeth legte sehr viel Wert auf ihre äußere Erscheinung, was sich in Form von Diäten, täglichen Turnübungen und extremer Haarpflege äußerte.

Zu den wenigen politischen Aktivitäten der Kaiserin gehörte der Ausgleich mit Ungarn, den sie 1867 gegen den Willen ihrer Schwiegermutter und einen Großteil des Hofes durchsetzte. Ungarn erhielt seine alte Verfassung zurück und am 08.06.1867 wurden Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth zu König und Königin von Ungarn gekrönt.

Im September 1898 wurde Elisabeth von dem Anarchisten Luigi Luccheni mittels einer Dreikantfeile am Genfer See ermordet.

Kaiser Franz Joseph stiftete als bleibendes Andenken den Elisabethorden. An vielen Orten wurden ihr Denkmäler errichtet.